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Archive for the ‘Websites’ Category

2 Klicks für mehr Datenschutz | c’t

07 Sep

Die Jungs vom Heise Online-Magazin haben sich die Mühe gemacht und eine Datenschutz-optimierte Variante zur Integration von Google+, Twitter und Facebook auf Webseiten erstellt. Im Artikel 2 Klicks für mehr Datenschutz | c’t wird beschrieben wie es genau funktioniert.

Der Gag dabei ist, dass man zuerst den Button selbst aktivieren muss bevor er aktiv wird. Dann bekommt man einen Hinweis, dass seine Daten im Ausland gespeichert werden und erst dann kann man den Button selbst betätigen.

Der Hintergrund ist natürlich klar. Auf jeder beliebigen Webseite gibt es heute einen Facebook- oder Google+-Button. Und die Benutzer nutzen diese auch teils exzessiv ohne sich Gedanken darüber zu machen, was im Hintergrund eigentlich passiert. Kaum jemandem ist bewusst, dass bei einem harmlosen Klick auf einen Like-Button sofort bei Facebook gespeichert wird, dass der Benutzer diese Seite besucht und dass er auch am Kontext dieser Seite interessiert ist. Eigentlich sogar noch schlimmer… ist man permanent bei Facebook eingeloggt, reicht sogar schon der Besuch auf der Seite mit dem Button damit Facebook dies mitbekommt. So lassen sich natürlich wunderbar detaillierte Bewegungsprofile im Internet erzeugen. Daraus ergeben sich dann im nächsten Schritt automatisierte Zuordnung von Interessengebieten und schon bekommt man angepasste Werbung.

Wie man auf diesen Seiten sehen kann, gibt es auch schon ein Plugin für WordPress mit dem man dieses System einfach integrieren kann. Es funktioniert zwar noch nicht 100%ig, ist aber jetzt schon besser als alle anderen Varianten.

 
 

Kostenlose SSL-Zertifikate von StartSSL™

22 Aug

Unter folgendem Link gibts kostenlos ein SSL-Zertifikat:

StartSSL™ Certificates & Public Key Infrastructure -.

Ob für die Authentifizierung von E-Mails oder die verschlüsselte Übertragung von Website-Inhalten. Eine kostenlose Variante zu den sonst eher teuren SSL-Zertifikaten von Verisign & Co. ist denke ich immer gern gesehen.

 

Finger weg von WOT (Web of Trust)

29 Sep

Bei WOT (Web of Trust) handelt es sich um ein Addon für Firefox und Internet Explorer welches vom Grundgedanken her wirklich nicht verkehrt ist.

Angemeldete Mitglieder können Seiten aufgrund von vier Kriterien bewerten: Vertrauenswürdigkeit, Händlerzuverlässigkeit, Datenschutz und Jugendschutz. Somit wäre es theoretisch möglich schwarze Schafe im Internet kenntlich zu machen. Leider gibt es dabei zwei Probleme:

1. Die Community beurteilt rein subjektiv
Ein Beispiel: Auf einer Webseite werden Bücher zum Thema Homöopathie verkauft. Einige WOT-User können mit diesem Thema nichts anfangen und halten es für Unfug. Um dies der gesamten Welt kund zu tun, bewerten Sie die Seite schlecht und zwar anhand der oben genannten Kriterien.

Ein weiteres Beispiel:
Eine Webseite eines Reisebüros ist seit vielen Jahren TÜV-geprüft. Das bedeutet, dass einmal pro Jahr ein kostspieliges Audit vom TÜV Süd vorgenommen wird. Hier wird das komplette Unternehmen, das Geschäftsmodell, der Webauftritt und die Sicherheit der Server bis aufs letzte Detail durchleuchtet. Teilweise sogar mit Besuchen von Auditoren vor Ort.
Nun steht ein WOT-User eines Tages mit dem falschen Bein auf und denkt sich “Bäh – blöde Seite… ich behaupte jetzt einfach mal die Betreiber sind Betrüger und warne die Leute davor dort irgendwelche Geschäfte abzuschließen”
Der Herr ist nicht mal Kunde des Reisebüros (ich weiß das weil ich auch dort arbeite) und behauptet solche Sachen.

Ein bisschen Recherche im Internet zeigt schnell, dass das keine Einzelfälle sind.

Doch was ist jetzt so schlimm daran von WOT schlecht bewertet zu werden?

Ansich könnte es einem ja egal sein was in irgendeiner Community geschrieben und bewertet wird. Das Problem ist, dass es sicher zahlreiche User gibt die das Ganze nicht hinterblicken und blauäugig und naiv dieses Addon installieren und davon ausgehen, dass die Bewertungen Hand und Fuß haben. Für die Betreiber der betroffenen Webseiten kann das direkten Umsatzverlust bedeuten. WOT weist nämlich nicht irgendwie auf diesen Mißstand hin sondern färbt den kompletten Browser dunkel ein und schreibt in großer, roter Schrift auf den Bildschirm “Diese Seite hat einen schlechten Ruf”.
Das schreckt jeden Otto-Normalverbraucher umgehend ab.

Wie schon gesagt finde ich die Idee dahinter sehr gut. Aber so wie es derzeit gelebt wird bringt es leider gar nichts.

Vielleicht an dieser Stelle ein paar Vorschläge an die Betreiber von WOT:

  1. Ermöglicht es den Seitenbetreibern entsprechend Stellung zu beziehen und sich zu erklären
  2. Vereinfacht es bestimmte Bewertungen löschen zu lassen
  3. Überprüft die Häufigkeit von Bewertungen bestimmter User. Wenn ich da Leute mit über 80.000 Bewertungen sehe stelle ich schnell fest, dass diese qualitativ nicht gut sein können. Qualität statt Quantität!

Allen anderen kann ich nur empfehlen: Glaubt den Bewertungen von WOT nicht bedingungslos sondern macht euch selbst ein Bild! Mit ein bisschem gesundem Menschenverstand ist man auf solche Tools nicht angewiesen.